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Hautpflege im Sommer

Der Sommer kommt und wir freuen uns darauf, endlich wieder viel Zeit im Freien verbringen zu können. Die Kleidung ist jetzt leichter und luftiger, was jedoch auch bedeutet, dass größere Hautpartien der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Durch höhere Temperaturen und Luftfeuchtigkeit schwitzt der Körper stärker, die Haut wird fettiger und die Gefahr von Hautunreinheiten erhöht sich. Zusätzlich belasten UV-Strahlung, Salz oder Chemikalien im Wasser die Haut. Wir geben Ihnen in diesem Artikel einige Tipps, wie Sie Ihre Haut schützen und ein schönes Hautbild erhalten können. 

1. Sonnenschutz

Ein Leben ohne Sonne ist für den menschlichen Organismus undenkbar. Licht und Sonne unterstützen unsere Psyche und sorgen für ein positives Gefühl, die unsichtbaren UV-Strahlen stärken unser Immunsystem, unterstützen Atmung und Kreislauf und tragen als Vitamin-D-Lieferanten zum Aufbau und Erhalt unseres Knochengerüstes bei. Kurzfristig können sie sogar die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigern und den Blutdruck senken.

Bei allen positiven Aspekten haben gerade die kurzwelligen UV-B und UV-C-Strahlen aber auch beträchtliche negative Auswirkungen auf unsere Haut. Sie können, besonders bei Überdosierung, schweren Schaden anrichten. Einfach gesagt: Je kürzer die Wellenlänge, desto aggressiver die Wirkung. Während die relativ langwelligen UV-A-Strahlen kaum Schaden anrichten, verändern die kurzwelligen Strahlen schon in geringen Mengen die Eiweißmoleküle der Haut. Sonnenbrand, Austrocknung, vorzeitige Faltenbildung, im schlimmsten Fall Hautkrebs, können die Folge sein. Den besten Schutz vor allzu starker Sonne bietet immer noch Kleidung, da die gefährlichen kurzwelligen Strahlen nur eine geringe Eindringtiefe besitzen und durch Stoff abgehalten werden.

Aufgrund der hohen Temperaturen ist es zumeist angenehmer, T-Shirts und kurze Hosen oder Röcke zu tragen, was bedeutet, dass die nackte Haut entsprechend geschützt werden muss. Ideal ist in unseren Breiten ein Lichtschutzfaktor von 15-20, der bis zu 96% aller UV-Strahlen abwehrt. Produkte mit höherem Lichtschutzfaktor sind meistens nur teurer, schützen aber nicht besser. Aufpassen! Wer ins Schwimmbad, ans Meer oder den Baggersee geht, sollte darauf achten, eine Wasserfeste Creme zu verwenden!
Die Creme sollte mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen werden, so dass sie ihre Wirkung richtig entfalten kann. Besonders wichtig sind die Körperstellen, auf die senkrechte Strahlung trifft wie Nase, Ohren, Glatze oder eine hervorstehende Unterlippe. Beim Cremen sollte man nicht allzu sparsam sein. Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen viel zu wenig Sonnencreme verwenden und so der Schutzfaktor nicht erreicht wird.

2. Pflege nach dem Sonnenbad

Nach dem Sonnenbad ist die richtige Hautpflege besonders wichtig. Eine ausgiebige Dusche kühlt die Haut und reinigt sie von reizenden Salz- und Sandresten. Verwenden Sie keinesfalls Seife. Sie trocknet die strapazierte Haut nur noch zusätzlich aus. Anschließend sollten Sie Ihre Haut ausgiebig Feuchtigkeit und Fett verwöhnen. Dazu gibt es in der Apotheke eine Reihe spezieller Pflegeprodukte. Sie enthalten ausreichend Feuchtigkeit, belasten aber nicht durch einen zu hohen Fettanteil. Fett kann nämlich zu einem so genannten Wärmestau führen, der die Vermehrung von Bakterien unterstützt. Eine feuchtigkeitsspendende Körperlotion bekommt der Haut besser, ihre kühlende Wirkung lindert Hautreizungen, wirkt der beschleunigten Hautalterung und damit der Faltenbildung entgegen und hält zusätzlich die Bräune länger.

3. Allgemeine Hautpflege im Sommer

Für die Hautpflege im Sommer eignen sich besonders rückfettendes Duschgel und Cremes mit natürlichen, pflegenden Zusätzen (z.B. Aloe Vera),
die die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und gesund erhalten. Zum Waschen sollte ebenfalls auf Seife verzichtet werden, die den Säureschutzmantel der Haut angreift und sie austrocknet. Wenn es möglich ist, gönnen Sie Ihrer Haut Erholung und verzichten Sie auf die Verwendung von MakeUp und Mascara. Ein regelmäßiges Peeling macht die Haut schuppenfrei, ist besonders im Sommer wohltuend und meistens auch preiswert. Empfehlen können wir hier z.B. Ganzkörper-Peelings mit grobem Meersalz und Olivenöl.
Olivenöl lässt sich übrigens auch gut als Ersatz für Handcremes verwenden, denn es macht die Hände schön weich. Einfach das Öl ein wenig erwärmen, auf die Hände auftragen (ins Nagelbett einmassieren), 30 Minuten einwirken lassen und danach die Reste mit einem Taschentuch entfernen!

4. Bodylotions und Cremes

Bodylotions und Körpercremes unterscheiden sich lediglich im Anteil an zugefügtem Wasser. Ein höherer Wasseranteil macht aus einer Hautcreme eine Lotion, eine Hautpflegemilch oder ein Bodyspray, welches mit 90 Prozent den höchsten Wasseranteil besitzt. Der Grundbestandteil von Körperpflegelotionen und -cremes ist in der Regel eine Emulsion. Emulsionen bestehen aus Ölen, Wasser und so genannten Emulgatoren - das sind pflanzliche oder natürliche Wachse, die die Verbindung zwischen dem Wasser und den Ölen ermöglichen. Die Emulsion ist für die Wirkung und Pflegeleistung des Produkts von großer Bedeutung, da sie den mengenmäßig größten Bestandteil einer Creme oder einer Lotion darstellt.
In der Regel braucht die normal beanspruchte Haut nur die Pflege einer auf den Hauttyp abgestimmten Lotion. Sie läßt sich leicht verteilen und zieht schnell ein. Die Haut an den Ellenbogen und am Knie ist oftmals extrem trocken und kann rissig werden. Hier hilft eine intensiv pflegende Creme, die zwar nicht ganz so schnell einzieht, aber die Haut mit einer großen Portion Pflege nachhaltiger versorgen kann, als eine Lotion. Im Sommer hingegen steigen manche Verwender von Cremes auf Lotionen oder Sprays um, weil diese sich einfach leichter anfühlen. Faustregel ist, dass die Haut im Winter eher nach fetthaltiger, im Sommer eher feuchtigkeitshaltiger Pflege verlangt.
Wie wertvoll das Pflegeprodukt letztendlich für die Haut ist, entscheidet die Qualität der darin verwendeten Öle. Natürliche Pflanzenöle wie Avocadoöl, Olivenöl oder Mandelöl, welche reich an Lezithin, Mineralstoffen und Vitaminen sind, haben den Vorteil, dass sie zusätzlich den Wiederaufbau des Hautschutzfilms auf natürliche Weise unterstützen. Sie ziehen allerdings etwas langsamer in die Haut ein als Paraffinöle.
Durch Zusatz von Vitaminen kann der Pflegeeffekt weiter erhöht werden. Vitamin A unterstützt beispielsweise die Haut in ihrer Regeneration, Vitamin C neutralisiert freie Radikale und verstärkt die Wirkung von Vitamin E, das den Alterungsprozess verlangsamt. Provitamin B5 wirkt stark feuchtigkeitsbindend und fördert ebenfalls die Hautregeneration, Hyaluronsäure (wesentlicher Bestandteil des Bindegewebes) schützt vor Austrocknung.


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