Fachartikel zum Thema Ernährung

Welche Diätformen gibt es?

Web Content Bild
Der Begriff Diät kommt von diaita (griech.) und wurde ursprünglich im Sinne von „Lebensweise“ verwendet. Die Diätetik beschäftigt sich auch heute noch wissenschaftlich mit der „richtigen“ Ernährungs- und Lebensweise. Diäten werden hauptsächlich aus zwei Gründen angewendet: 1. Als Reduktionsdiät oder als Diät zur Gewichtszunahme, 2. als Diät zur Krankheitsbehandlung.

Vitamine und was sie in unserem Körper bewirken

Web Content Bild
Vitamine sind Nährstoffe, die fast alle Körperfunktionen beeinflussen und für den Stoffwechsel immens wichtig sind. Bei einer ausgewogenen Vitaminbilanz fühlen wird uns fit und unternehmungslustig, bei einem Mangel fühlen wir uns müde und unglücklich und können sogar krank werden. Vitamine müssen mit der Nahrung zugeführt werden, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann.

Doch was genau beeinflussen Vitamine in unserem Körper – und mit welchen Nahrungsmitteln können wir sie genau aufnehmen? Neustadt bleibt gesund erklärt Ihnen die Funktion der verschiedenen Vitamine und gibt Ihnen Tips für einen gesunden Alltag.

Ernährung im Kindesalter. So können Eltern ihre KInder unterstützen

Web Content Bild
Schon im Kindesalter werden die Weichen für lebenslange Gesundheit gestellt. Deshalb sind eine ausgewogene Ernährung und Bewegung von Anfang an besonders wichtig. Denn nicht nur Mangelernährung kann junge Organe gefährden, dasselbe gilt für Übergewicht: Neben körperlichem und psychischem Unwohlsein drohen ernsthafte Krankheiten wie beispielsweise Bluthochdruck, Kurzatmigkeit, Zuckerkrankheit oder Osteoporose. Die häufigsten Ursachen für Übergewicht sind hektisches Essen, fettige Snacks, Fertiggerichte und zu wenig Bewegung.

  

Lesen Sie ältere Artikel in unserem Archiv

« Zurück

Ernährung im Winter

Besonders im Winter, wenn die Zeit der Erkältungen beginnt, ist es wichtig, das Immunsystem durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu unterstützen, um Infekten vorzubeugen. Das Immunsystem stellt kein isoliertes System dar, sondern unterliegt verschiedenen inneren und äußeren Einflussfaktoren. Diese können besonders durch die Auswahl der aufgenommenen Nahrung beeinflusst werden. Damit alle für die Abwehr entscheidenden Stoffwechselvorgänge ablaufen können, ist es notwendig, auf die ausreichende Zufuhr essentieller, d.h. von aussen zugeführter Nährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe) angewiesen.

Sekundäre Pflanzenstoffe stärken das Immunsystem

Die als sekundäre Pflanzenstoffe (kurz SPS) bezeichneten, natürlichen Inhaltsstoffe von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreide sind besonders für ihre immunmodulierende, also das Immunsystem stärkende, Wirkung bekannt. Sie werden inzwischen - was ihre Bedeutung für die Gesundheit angeht - vielfach auf eine Stufe mit Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen gestellt, da sie zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen und wichtige Schutzstoffe darstellen. So besitzen einige SPS eine antimikrobielle Wirkung, indem sie Zahl und Aktivität der krankheitserregenden Mikroorganismen vermindern. Zu den SPS zählen unter anderem die Carotinoide und Flavonoide.

Im Falle einer Erkältungskrankheit empfiehlt es sich, eine Ernährung zu wählen, die  reich an Vitaminen und SPS ist, um im Körper ein antimikrobielles Klima zu schaffen. Da eine Infektion jedoch oft nicht bewusst wahrgenommen wird und erst in Erscheinung tritt, wenn die Erreger sich bereits im Körper ausgebreitet haben, sollte zur Vorbeugung darauf geachtet werden, dass Obst, Gemüse und Vollkornprodukte generell den wichtigsten Platz auf unserem Speiseplan einnehmen.

Knoblauch – seit über 2000 Jahren als Antiseptikum bekannt


Knoblauch ist bereits seit den Zeiten von  Aristoteles und Hippokrates für seine antimikrobiellen Eigenschaften bekannt. Im 2. Weltkrieg wurde Knoblauch als Antiseptikum (keimabtötendes Mittel) gegen Wundbrand verwendet, was auf der Tatsache beruht, dass die Pflanze den wahrscheinlich höchsten Wert an antimikrobiellen Inhaltsstoffen aufweist. Dieser Effekt beruht auf den in ihr enthaltenen, schwefelhaltigen Verbindungen. Knoblauchsaft hemmt in vitro (also im Reagenzglas) selbst bei starker Verdünnung (1:125.000) das Wachstum von Staphylokokken, Streptokokken, Vibrionen, Bazillen, Pilzen und Hefen. Zwiebeln, Lauch, Schalotten und Schnittlauch weisen zwar eine nicht ganz so hohe Konzentration auf, sind jedoch ebenfalls effektiv.

Die verschiedenen Kohlarten unterstützen – genau wie die keimabtötenden "Küchengehilfen" Kresse, Meerrettich und Senf – den Organismus aufgrund der in ihnen enthalten Senföle mit antimikrobieller Wirkung bei der Abwehr. Kohlgemüse enthält darüber hinaus Glucosinolate, die ihre antimikrobielle Wirkung speziell in den ableitenden Harnwegen entfalten.

Viren effektiv bekämpfen – mit Äpfeln und Beeren

Obst und Gemüse, vor allem Zwiebel, Grünkohl, Äpfel und Beeren, haben aufgrund ihres Gehalts an Quercetin, einem Flavonoid, eine antimikrobielle Wirkung, speziell gegen Viren. Die antivirale Wirkung steht vermutlich im Zusammenhang mit ihrer Fähigkeit, virale Proteine (Eiweiße) zu binden sowie die Vermehrung der Viren zu beeinträchtigen. Flavonoide sind weit verbreitete Farbstoffe im gelben oder rot-violetten Farbspektrum.  Eine klinische Studie ergab, dass Quercetin aus erhitzten Zwiebeln vom Körper am effektivsten verwertet wird. In isolierter Form verabreichtes Quercetin wurde in dieser Studie vom Körper deutlich schlechter aufgenommen als Quercetin aus Zwiebeln.

Vitamine und Spurenelemente – die stillen Helfer

Eine weitere, wichtige Rolle in der Funktion des Immunsystems spielen die Mineralstoffe und Spurenelemente, insbesondere Eisen, Zink und Selen. Eine Unterversorgung bedeutet meist eine eingeschränkte Immunantwort, so dass stets auf eine ausreichende Versorgung – zum Beispiel durch abwechslungsreiche Mischkost – geachtet werden sollte.

Zuletzt bleibt noch das altbekannte Vitamin C, das zwar selbst – entgegen vielfacher Annahmen – keinen Schutz vor Erkältungskrankheiten bietet, jedoch Schwere und Dauer der Infektion verringert.  Vitamin-C-reiche Obst- und Gemüsesorten,wie Kiwi, Zitrusfrüchte, grüner Paprika, Sauerkraut, Rote Rüben und Kartoffeln helfen uns also ebenfalls, gut durch den Winter zu kommen.